Pringsheim Vermögen
Das Vermögen von Alfred Pringsheim wurde von seinem Vater, Rudolf Pringsheim (1821 - 1901), und dessen Vorfahren mit dem Binnenverkehr, genauer mit dem Bau von Schmalspurbahnen erwirtschaftet. Noch 1996 waren 40 km der damals erbauten Bahnen im Einsatz.
Alfred Pringsheim hatte als ordentlicher Professor ein durchschnittliches Jahresgehalt von 5000 bis 10000 Reichsmark. Im "Jahrbuch des Vermögens und Einkommens der Millionäre in Bayern" von 1914 ist Alfred Pringsheim mit einem Jahreseinkommen von 800 000 Reichsmark und einem Vermögen von 13 Millionen Reichsmark verzeichnet, was umgerechnet einem heutigen Jahreseinkommen von ca. 8 Millionen Euro und einem Vermögen von rund 120 Millionen Euro entsprechen dürfte.
Alfred Pringsheim bewohnte bis zur Zwangsenteignung eine prächtige Villa in der Arcisstrasse in München. Dieser prunkvolle Palast soll aber im Verhältnis zu dem väterlichen Palast in Berlin noch recht klein und zurückhaltend gewesen sein.
Im Hause Pringsheim fanden sich regelmäßig Persönlichkeiten der Münchner Oberschicht ein, was sicher auch, zumindest teilweise, auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation der Familie zurückzuführen ist.